Lukas 8,17 und ein Geschenk von Henrik H. Christiansen.
Ein Unterlassungsschreiben landet in der Blackbox und stellt eine ganze Besetzung bekannter Namen vor.
So viel zum heutigen Plan. Denn gerade ist etwas QuelldokumenteE-Mail-Text , das ich mir beim besten Willen nicht schöner hätte wünschen können.
Eine angesehene Anwaltskanzlei aus Dubai hat ein Unterlassungsschreiben an blackbox@mikedellatte.com geschickt. Adressat des Anhangs bin nicht ich. Es ist ein gewisser Alexey Rodionov, eine Figur, die ihr auf diesen Seiten bereits kennengelernt habt. Er bekommt 48 Stunden, um still zu werden:
Nicht anrufen, nicht schreiben, nicht „beobachten“, nicht nachfragen, sich dem Mandanten nicht nähern, ebenso wenig seiner Familie, seiner Schwiegermutter, seinen früheren Kollegen, seinen Geschäftspartnern, dem „Scheich von Katar“ und dem Geschäftspartner in Deutschland, Universitäten und im Grunde allem, was einen Puls hat. Dazu eine unterschriebene Erklärung, dass er die Botschaft verstanden hat und den Mund halten wird. Andernfalls: Polizei Dubai, Staatsanwaltschaft, Cybercrime-Einheit, das volle Programm.
Ich sitze hier mit meinem überraschtesten Gesichtsausdruck. Warum braucht Henrik H. Christiansen vier Seiten juristische schwere Artillerie, nur um einen Mann aufzufordern, keine Fragen mehr zu stellen? Einschließlich Fragen nach seinen akademischen Qualifikationen?
Letzteres ist besonders rührend. Auf akademische Qualifikationen ist man gewöhnlich stolz und zeigt sie gern herum. Man hetzt niemandem eine Dubaier Kanzlei auf den Hals, um das Thema verbieten zu lassen. Aber das ist natürlich nur meine ganz persönliche Vermutung.
Und ein besonderes Dankeschön für die Vorwegnahmen. Ich hatte bereits Andeutungen gemacht: ein katarischer Scheich, deutsche Partner, ein ganzes Geflecht internationaler Firmen. Nun breiten die eigenen Anwälte alles freundlicherweise schwarz auf weiß aus, wie eine „Nicht nähern“-Liste. Die Ironie ist: Dieser Brief ist ein Dokument von eigenem Aussagewert. Er nennt ausdrücklich Henrik H. Christiansen, ORCA Cyber Security, Tyde GmbH, Al Masdar, den katarischen Scheich, den deutschen Partner (wer das wohl sein mag) und Universitäten.
Mit anderen Worten: Diese Figuren hat sich nicht irgendein Blogger im Internet ausgedacht, also ich. Ihre Existenz ist jetzt offiziell aus dem Lager eines der Protagonisten meines Buches und meiner Recherche bestätigt. Ein schöneres Geschenk hätte ich mir nicht ausdenken können. Danke, ihr habt mir gerade ein ganzes Kapitel erspart. Sogar meine Hausregel habt ihr bestätigt, wenn auch versehentlich: Auf dieser Website erzähle ich nur die Wahrheit.
Die Kirsche obendrauf: ein drohendes vierseitiges Anwaltsschreiben, unterschrieben mit ... dem Namen der Kanzlei. Kein Anwaltsname, keine Unterschrift, keine Zulassungsnummer. Nur „Yours faithfully, Horizons & Co.“ Ergeben vielleicht. Unterschrieben eher nicht. Ich würde es unter Postkarte ablegen.
Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal die Bibel zitieren würde. Aber ich kann einfach nicht widerstehen:
„Denn nichts ist verborgen, was nicht offenbar wird, und nichts ist geheim, was nicht bekannt wird und ans Licht kommt.“Lukas 8,17, nach der NIVQuelldokumenteAnwaltsschreiben LO-00995




